„Life maybe Good“ aber „Live is Better“

Nachrichten sind wie Sonntagsbrötchen – nur gut solange sie noch warm sind. Die Herausforderung diesen Zustand zu erhalten, liegt bei beiden in einem schnellen Transport. Während man sich die Sonntagsbrötchen noch selbst holt (meistens jedenfalls), hat sich die Situation bei den Nachrichten gravierend verändert. Wenn etwas passiert, kommen erste Bilder, Videos  und Informationen fast ausschliesslich von Leuten die mit Ihrem Smartphone zufällig zur richtigen Zeit am richtigen Ort waren.
Um diesen Umstand für eine seriöse Nachrichtengenerierung zu nutzen, bemühen sich eine Reihe von Anbietern mit unterschiedlichen Produkten und Ansätzen. Einen besonders gelungenen Ansatz, der mir auf der NAB aufgefallen ist,  möchte ich hier vorstellen.
Make.tv ist ein Kölner Startup, das es geschafft hat eine Lösung zu entwickeln, die man eigentlich nur aus dem  Silicon Valley erwarten würde.
Worum geht es?
Sichten von Streams
Sichten von Streams

Bei Nachrichten oder Events kommen live-streams nicht nur von den verschiedensten Personen, sondern auch von unterschiedlichen Geräten. Bei den Personen handelt es sich entweder um eigene Mitarbeiter/Reporter die (vielleicht) mit einem LiveU-Rucksack unterwegs sind, oder um zufällig Anwesende die etwas mit Ihrem Smartphone, Tablet oder einer, mit WiFi ausgestatteten, Kamera aufnehmen. Möchte man diese Streams verwerten, so benötigt man als Erstes zuverlässige Informationen und entsprechende Filtermöglichkeiten.

Ortsbestimmung von Streams
Ortsbestimmung von Streams
  • Wer schickt den Stream?
  • Wie gut ist die Qualität?
  • Wo kommt der Stream her?

Das sind nur einige der Fragen die vor einer Verbreitung unbedingt geklärt werden müssen.

Make.tv hat eine schlüssige Lösung entwickelt, die all diese Fragen beantwortet und praxis- oder besser broadcast-gerecht umsetzt.
Streams können entweder direkt über eine zu installierende App von jedem Smartphone aus versendet werden, oder von den Geräten assoziierter Partner wie z.B. LiveU und USTREAM.
Bei den ankommenden Streams muss man zwischen Personen unterscheiden, denen man vertraut (das sollten am besten die eigenen Mitarbeiter sein) und solchen die man nicht kennt und deren Streams man erst überprüfen muss.
Ist ein Stream ausgewählt, geht es zuerst darum, zu entscheiden für welche Ausspielwege dieser Stream verwendet werden soll und ob dies live geschieht, oder ob der Stream für eine spätere Verwendung gespeichert wird. Ausspielwege und Formate sind äußerst vielfältig, von HDSDI für’s Fernsehen über verschiedene Formate für Web und Mobile, bis hin zu direkten Verbindungen mit Twitter, Facebook oder YouTube Live.
Make.tv Workflow
Make.tv Workflow

All diese Aufgaben hat Make.tv in einer intuitiv zu bedienenden Anwendung gelöst. ObdieStreams nun in einer öffentlichen oder privatenCloud gespeichert werden, liegt dabei einzig in der Entscheidung des Kunden (=

2-Wege Kommunikation
2-Wege Kommunikation

Senders). Die auf dem Smartphone installierte App erlaubt auch eine direkte 2-Wege Kommunikation über Chat oder Intercom. Damit kann man z.B. den eigenen Mitarbeitern die mit dem Smartphone unterwegs sind,  Instruktionen zukommen lassen.

Auf der NAB hat Make.tv seine Partnerschaft mit Avid in Form einer direkten An- und Einbindung an Avid’s MediaCentral vorgestellt. Diese Integration ermöglicht die nahtlose Integration der über Make.tv angelieferten live-streams in MediaCentral.
Auch wenn es den Anschein erweckt,  das diese Anwendung primär für die “breaking news”geeignet ist, so steckt doch sehr viel mehr Potential darin.
Bei der Übertragung von live-Konzerten, eröffnen sich mit den von Zuschauern live übertragenen Inhalten ganz  neue “Perspektiven”. Hier könnte man über eine App den eigenen “Usern” im Web ermöglichen, sich ein Konzert von unterschiedlichen Standorten/Perspektiven anzuschauen. Wenn man die Streams der eigenen Reporter vor Ort mit denen aus der Community vermischt, ergeben sich ganz neue und interessante Formate. Die von Make.tv entwickelte App zum Übertragen der Streams lässt sich übrigens auch in eigene Entwicklungen, wie z.B. die einer News-App einbinden.

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