Ausgequetscht!

Video on Demand ist aus unserem täglichen Medienkonsum nicht mehr wegzudenken. Es gibt kaum eine Sendung, die nicht im Anschlus an die Aussendung, direkt in der Mediathek zum Abruf bereitgestellt wird. Waren es anfänglich noch Videos, bei denen sich die Anzahl von Artefakten und Pixel die Waage hielten, so hat sich dies grundsätzlich geändert. Heute erwarten wir HD-Qualität auf jedem Gerät und in jedem Netz.

Mit steigendem Qualitätsanspruch, stieg aber auch die Dateigrösse, bzw. die zum streamen benötigte Bandbreite. Trotz im besserer Infrastruktur bleibt Bandbreite aber weiterhin ein Gut, mit dem man sparsam umgehen sollte. Da auch im eigenen Haushalt immer mehr Geräte per WLAN kommunizieren kann es beim Parallelkonsum von Videos immer noch zu Aussetzern oder “rebuffering” kommen.

Abhilfe schaffen hier zwar neue Codecs, aber beim rasanten Anstieg der Auflösungen (Stichwort 4K), hinken die Codecs meist hinterher. Um ein 4K-Video zu streamen, braucht z.B. Nettflix selbst bei Verwendung eines H.265 Codecs, eine stabilen Downstream von min. 15 Mbps. Das bedeutet die Verfügbarkeit eines 50 Mbps Internetzugangs.

Beamr Workflow
Beamr Workflow

Beamr Video, ein israelisches Unternehmen, hat auf der IBC eine Software vorgestellt ,welche die benötigte Bandbreite von Videos, ohne Qualitätsverlust, nochmals drastisch reduziert. Dabei ist es egal, ob das Eingangsformat H.264 oder H.265 ist. Die Software analysiert jedes Video und optimiert diese auf die geringstmögliche Bandbreite, ohne Qualitätsverlust. Das klingt utopisch, ist es aber nicht. Wir konnten uns auf der IBC von der Leistungsfähigkeit der Lösung überzeugen. Auf einem 65“ 4K Monitor liefen, parallel, 2 Videoclips, wobei der Monitor jeweils die gesamte Szene zeigte. Auf einer Hälfte des Screens wurde die Hälfte der Szene in Originalgrösse gezeigt, auf der anderen Hälfte der ergänzende Teil der Szene nach der Komprimierung. Selbst bei 4K Videos war es (fast) unmöglich aus 20 cm Entfernung das komprimierte Video zu bestimmen.

Beamr Video compression
Beamr Video compression

Die Software läuft unter Ubuntu 12.04 und RHEL 6.x (bzw. dazu kompatiblen Versionen) und benötigt einen Rechner mit lediglich 3 GB RAM. Auf der IBC lief die Komprimierung der Videos auf ein MacBook Pro in erstaunlicher Geschwindigkeit.

Zum Erreichen einer optimalen Leistung, unterstützt Beamr Multi-Core Architekturen, indem es die Dateien in einzelne Segmente aufteilt und damit eine parallele Bearbeitung (und bessere Auslastung) der Prozessorkerne garantiert.

Multi Core Support
Multi Core Support

Der Preis für eine Lizenz liegt bei ca. 2.500€ pro Instanz, wobei auf einem Rechner auch mehrere Instanzen gleichzeitig laufen können. Eine Amortisierung der Lizenzkosten,wird daher bei den aktuellen Bandbreitenkosten, innerhalb kürzester Zeit möglich sein.

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