Newz von der NAB – Teil 1

Innovationen für die Medienbranche

“From Broadcasting to Broader-casting” lautet das Motto der diesjährigen National Association of Broadcasters Conference (NAB) in Las Vegas. Damit wird das veränderte Nutzerverhalten direkt angesprochen, auf das sich die Rundfunk-Industrie einstellen muss.
1.550 Aussteller, davon mehr als 550 internationale Unternehmen aus über 150 Ländern die auf der National Association of Broadcasters Conference (NAB) ihre Produkte und Dienstleistungen präsentieren, machen diese Veranstaltung zur weltweit größten Messe im Rundfunk Bereich. Dieses Jahr sind mehr als 200 Mal Hersteller zum ersten auf der NAB vertreten. Das unterstreicht einmal mehr die Bedeutung dieser Fachmesse.

Neue Lösungen für crossmediales Arbeiten

Mediennutzer verändern immer wieder ihr Nutzungsverhalten. Zurzeit sind crossmediale Inhalte gefragt. Darauf stellt sich die Produktions- und Distributionsseite ein. Crossmedial umgesetzte Konzepte erfordern bereichsübergreifende Arbeitsabläufe und eine Infrastruktur, die den Zugriff auf alle vorhandenen Medien und Informationen ermöglicht. Ein Unternehmen, das diese Zeichen erkannt hat, ist Lawo. Traditionell beheimatet in der Radioproduktion, präsentiert Lawo auf der NAB neue Lösungen für crossmediales Arbeiten. Im Interview erfuhr ich mehr über innovative Produkte und Entwicklungen, die die Radioproduktion nachhaltig verändern werden.

Die Idee zu „Soloshot“

Chris Boyle, ein passionierter Surfer, wurde eines Morgens vom Sound eines frischen Nordswells geweckt, der über dem Riff der Apple Bay,
Tortola brach. Ein unglaublicher Sonnenaufgang, zwei-meter-hohe Wellen und kein Mensch am Strand. Perfekte Bedingungen für einen Ritt auf dem Surfbrett, aber leider auch kein Mensch in Sicht, der diesen Moment auf Video festhalten konnte. Die Idee für ein System, das automatisch dem Surfer folgt und ihn im Fokus behält, war geboren.

Soloshot folgt Objekten, die sich bis zu 225 Kilometer pro Stunde schnell bewegen und filmt sie dabei
Chris Boyle und Scott Taylor begaben sich sofort an die Arbeit, ein solches System zu entwickeln und starteten ein Projekt auf Kickstarter. Jetzt, vier Jahre später, ist Soloshot fertig. Das System besteht aus einer Tracking- und Steuerungseinheit, die aussieht wie ein Landvermessungsgerät, und einem kleinem Sender, der als Armband getragen wird. Die Videocam wird auf der Steuerungseinheit montiert und schon kann’s losgehen. Die Kamera folgt dem Träger des Armbands in horizontaler und vertikaler Richtung. Das System funktioniert auf Entfernungen von maximal 600 Metern, folgt Objekten die sich bis zu 225 Kilometer pro Stunde schnell bewegen und dreht, beziehungsweise neigt sich mit über 40 Grad pro Sekunde. Eine volle Akkuladung ermöglicht fünf Stunden Betrieb und ein Sicherheits-Feature macht ein diebstahlsicheres Anschließen der Videokamera an das Soloshot möglich.
Das war den Entwicklern aber noch nicht genug. Durch “Pairing” lassen sich mehrere Soloshot-Kameras mit einem Sender verbinden oder aber mehrere Sender mit einer Kamera. Dies ermöglicht synchrone Aufnahmen aus unterschiedlichen Perspektiven. Geliefert wird das Soloshot-System mit einem (wasserdichten) Sender (am Armband), einem Soloshot-Empfänger, einem ausziehbaren Drei-Bein-Stativ sowie einem Ladegerät. Das komplette System kostet 399€ und kann ab sofort auf der Webseite von Soloshot bestellt werden.

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