Niedliche Helden

BlabDroids
BlabDroids

Die Rede ist nicht vom FC Bayern München sondern von den BlabDroids. Kleine, niedliche Roboter die nicht nur Spass sondern auch noch einen Film machen. Alexander Reben, Roboterspezialist am renommierten Massachusetts Institute of Technology (MIT) und der Filmemacher Brent Hoff haben die niedlichen kleinen Bots geschaffen um eine Dokumentation über die Beziehung von Mensch und Maschine (in diesem Fall den BlabDroids) zu produzieren. Die BlabDroids sind aus purer Absicht so niedlich. Joseph Weizenbaum, ein bekannter MIT-Wissenschaftler und Zukunftsforscher entwickelte 1966 das Konzept des Eliza Effekts, benannt nach einer frühen Computerprache.
Der Eliza Effekt beschreibt die Situation das man Robotern menschliche Züge und Eigenschaften aufgrund von Äusserungen zuordnet, die man einem Computer eigentlich garnicht zutraut. Eliza nutzte dabei die Techniken der Psychotherapie indem es Inhalte aus Antwortern wiederum in Fragen umwandelt.
Ein Beispiel:
Eliza: Warum bist du hier?
Mensch: Mein Freund hat mich hergebracht.
Eliza: Warum hat Dich dein Freund hergebracht?
Mensch: Er sagt ich wäre immer so deprimiert.
Eliza: Es tut mir leid zu hören das Du unglücklich bist.
Mensch: Es ist wahr, ich bin unglücklich.
Elia: Glaubst Du das es Dich weniger unglücklich machst weil Du hergekommen bist?
usw.

Brent Hoff (links) und Alex Reben (rechts)
Brent Hoff (links) und Alex Reben (rechts)

Um die Hemmschwelle für Antworten zu senken wurden die BlabDroids mit der Stimme eines siebenjährigen Jungen ausgestattet. Dem kann wohl keiner widerstehen:)

Ihre ersten Auftritte hatten die BlabDroids am Tribeca Filmfestival in New York, ausgestattet mit Filmkamera, Mikro und Lautsprecher. Ihr Ziel – möglichst viele „Menschen“ zu befragen, die Antworten aufzuzeichnen um daraus später eine Kinodokumentation zu erstellen. Die gestellten Fragen waren (unter anderen):
„Was war das schlimmste das Sie je jemanden angetan haben?“
„Warum reden sie jetzt mit mir?“
„Wen lieben sie am meisten auf der Welt?“
„Was ist der Unterschied zwischen Leben und Existieren?“

Nun gibt es Kickstarter-Projekt um die BlabDroids „in die Fläche“ zu bringen. Den Bausatz gibts ab 75 USD den kompletten BlabDroid für 299 USD. Die BlabDroids können über Bluetooth mit existierenden Apps, wie z.B. Siri von Apple, kommunizieren oder aber mit selbstenwickelten Apps verbunden werden. Für alle Nachmach-Filmemacher denen keine eigenen Fragen einfallen besteht bereits die Möglichkeit die „original-Fragen“ herunter zu laden. Ich denke es macht viel mehr Spass die putzigen Kartonkerlchen mit selbstkreierten Fragen auf die Menschheit loszulassen.

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