Vergesst die Tapeten!

Wie und vor alllem worauf werden wir in Zukunft fernsehen?

Diese Frage ist angesichts der rasant wachsenden Abmessungen von Flachbildschirmen durchaus angebracht. Die Devise „Bigger is Better“ – bringt leider für diejenigen von uns die nicht im Erdgeschoss wohnen und über einen direkten (und breiten Zugang) zum Wohnzimmer verfügen, ein Problem mit sich.

Dem Traum vom 150″ Flachbildschirm werden allein durch dessen Ausmasse von ca. 3,32m x 1,87m Grenzen gesetzt, ganz abgesehen von der Gruppe von Sherpas die es benötigt um das Teil in die Wohnung tragen. Das Projekt „Fresco“ von Cisco Systems sieht daher die Zukunft des Fernsehens in rahmenlosen, hochlauflösenden, flexiblen und extrem anpassungsfähigen OLED (Organic Light Emitting Diodes) Displays. Diese Dislays lassen sich ähnlich wie Fliesen an Wänden verlegen und können im ausgeschalteten Zustand entweder durchsichtig erscheinen oder aber ein beliebiges Bild oder Muster darstellen.

Das Prinzip von Fresko besteht dabei aus multiplen Displays die über mehrere Wände verteilt werden um z.B. auf dem primären Display einen Film darzustellen und gleichzeitg auf den „Neben-Displays“ ergänzende Informationen auszugeben. (Pflastert man die ganze Wand mit Displays kann man sich übrigens die Tapete sparen und die Wand nach Lust und Laune interaktiv verändern. Diskussionen über den eigenen gestalterischen Geschmack beim nächsten Besuch der Eltern/Schwiegereltern entfallen somit) .

Das Wohnzimmer der Zukunft
Sieht so das Display im Wohnzimmer der Zukunft aus?

Technisch gesehen basiert das ganze Konzept auf bereits vorhandenen und etablierten Bausteinen. Die OLED-Technik ist bereits verfügbar und für die Darstellung setzt Cisco auf den HTML-5 Standard. Damit die Inhalte auf die Wand kommen braucht es einen Content Server (der die Inhalte wie z.B. TV, Web, VoD, usw.aufbereitet) und eine „Layout Engine“ die für dafür sorgt das die dargestellten Inhalte im richtigen Verhältnis und an der gewünschten Stelle dargestellt werden.
Für das richtige Funktionieren müssen die Inhalte aber über die erforderlichen Metainformationen verfügen. Informationen über die Art des Inhalts, welche Elemente (Video, Audio, Graphik, usw.) benutzt werden und in welchem Verhältnis diese dargestellt werden können sind schon jetzt für die meisten Inhalte verfügbar und müssten nicht extra generiert werden.

Die Architektur hinter Fresko
Die Architektur hinter Fresko

Was bringt uns das ausser noch mehr Grösse und dem (freiwilligen) Verzicht auf die Tapete? Ein interessanter Effekt dieser Architektur ist das „Group Watching“. Dabei kann man mit Freunden gemeinsam eine Sendung anschauen wobei die Freunde von einer seitlichen Kamera aufgenommen und auf einem Nebendisplay dargestellt werden. Dies vermittelt den Eindruck das man „gemeinsam“ auf dem Sofa sitzt. Natürlich kann man sich während des Films dabei wie in einem Videochat live mit seinen Freunden unterhalten. Selbstverständlich erfolgt die Bedienung über Smartphones und Tablets die auch als eigenständige Displays (2nd Screen) in das System eingebunden sind.

Jetzt müssen nur noch die OLED-Displays so billig wie die heutigen Flatscreens werden und der Spass kann beginnen 🙂

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